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Feb. 20, 2022

Mona Feder, tokenstreet | Female February

Mona Feder, tokenstreet | Female February

„Alter spielt gar keine so große Rolle“ 

Von Techno-Partys zum Fintech-Startup: “Tokenstreet”-Gründerin Mona Feder über die Demokratisierung des Finanzwesens

Mona Feder ist eine Macherin: Bereits mit 17 veranstaltete sie zusammen mit Freunden Techno-Events.  Als sie wenige Jahre später ein Praktikum in Miami machte, startete sie kurzerhand einen Brand für erschwingliche Fitnessklamotten. Wenn man sich diesen Lebenslauf ansieht, scheint es wenig überraschend, dass Mona Feder noch vor Abschluss ihres „Interaction Design“-Studiums gemeinsam mit ihren Kommilitonen ein Start-up gründete. 

Und doch gehörte eine so frühe Gründung keineswegs zu den Plänen der Jungunternehmerin. Denn obwohl sie schon immer eine Faszination fürs Gründen hatte, fühlte sie sich 2020 schlicht und einfach noch nicht bereit. Nach kurzem Überlegen entschloss sie sich aber, den Schritt trotzdem zu wagen. Ausschlaggebend für die Entscheidung war folgender Rat eines Freundes:   

„Wenn es dein Ziel ist zu wachsen, dann übernimm so schnell wie möglich so viel Verantwortung wie möglich.“ 

Ein Satz, den sich die Gründerin nicht zweimal sagen ließ. Zwei Jahre später ist ihr FinTech-Start-up „Tokenstreet“ fast bereit für den Launch. 

„Ich liebe es, Dinge zu machen, die Menschen begeistern“, meint die Unternehmerin bezüglich der Frage, was sie antreibt. Und zwar egal, ob es sich um eine Party, ein cooles Outfit fürs Fitnessstudio oder eine App zur Geldanlage handelt. 

Dass sich Mona Feder am Ende einem FinTech-Start-up und keiner Yoga-Outfit-Linie verschrieben hat, hat mehrere Gründe: Zum einen hat sie sich im Rahmen ihres Studiums an der CODE-University in Berlin in digitale Produktentwicklung vertieft und so eine Faszination für die Skalierbarkeit digitaler Produkte entwickelt. Außerdem verbindet sie und ihre Co-Founder Alexander Borowski und Vincent Amm ein persönliches Interesse an privater Geldanlage: 

„Es gibt superspannende Möglichkeiten, um sein Geld anzulegen. Allerdings sind viele davon nur einer exklusiven Gruppe zugänglich. Wir wollen jedem die Chance geben, am Kapitalmarkt teilzunehmen“, fasst die Jungunternehmerin die Mission von Tokenstreet zusammen: „Investments sollen nicht nur hochvermögenden Menschen zur Verfügung stehen, sondern jedem.“ 

Aus diesem Grund arbeitet das Team seit über zwei Jahren intensiv an einer App, die die Finanzwelt revolutionieren wird: Denn mit Tokenstreet kann man auch mit nur 100 Euro in Anlageprodukte investieren, die bislang nur Investoren mit über 200 000 Euro Kapital zugänglich waren. Funktionieren soll das so: Die kleineren Investitionen mehrerer Kunden werden gebündelt und als Teil eines SPV (Special Purpose Vehicle) angelegt. Jeder einzelne Kleininvestor erhält einen sogenannten Token und profitiert somit unmittelbar von den Ausschüttungen. 

Das junge Team war selbst davon überrascht, wie gut das Konzept von der Finanzwelt angenommen wird: 

„Wir dachten am Anfang, dass wir in der Szene überhaupt nicht ernst genommen werden. Denn wir sprechen mit Leuten, die doppelt bis dreifach so alt sind wie wir. [Aber wir haben gemerkt] dass Alter gar keine so große Rolle mehr spielt. Zweitens ist ein Bewusstsein dafür entstanden, dass sich [in der Finanzwelt] dringend was ändern muss.“ 

Dass die App noch nicht gelauncht werden konnte, liegt vor allem an der komplizierten Regulatorik: 

„[Die Regulatorik] fordert uns einiges ab. Die letzten eineinhalb Jahre hätten wir fast ein Jurastudium machen können. Es ist glaube ich besser, dass wir das nicht vorher gewusst haben“, scherzt die Jungunternehmerin. Doch trotz aller Hürden ist sie vor allem stolz auf den Weg, den das Start-up bislang zurückgelegt hat: 

„Am stolzesten bin ich auf unser Team. Ich finde es immer noch surreal, dass Leute deiner Vision folgen und da so viel Herzblut hineinstecken.“ 

Auch wenn es kontraintuitiv klingt, freut Mona Feder sich explizit auch auf die Tiefpunkte. Denn das sind  die Momente, in denen man am meisten lernt: 

„Wenn du dir bewusst machst, dass nach jedem Tief auch wieder ein Hoch kommt, kannst du echt viel für dich herausziehen.“

Darüber hinaus hält die Gründerin es mit Heraklits Diktum „Nichts ist ohne sein Gegenteil“. Schließlich kann nur derjenige, der auch die unangenehmen Aspekte des Gründerdaseins am eigenen Leib erlebt hat, die positiven Aspekte schätzen lernen. Sie rät Menschen, die mit dem Gründungsgedanken spielen vor allem, sich zu fragen, ob sie wirklich bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Tiefpunkte zu durchschreiten. Denn nur, wenn man dies tut, kann man sich auch an den Höhepunkten erfreuen. 

Neugierig geworden? 

Wenn ihr mehr über Tokenstreet und die Herausforderungen, die die Demokratisierung des Finanzwesens mit sich bringt, erfahren wollt, dann hört rein in den Podcast! 

Die Fragen:

- 02:57 Wann hast du dein Interesse am Gründen entdeckt?

- 06:42 Welche Faktoren waren für die Gründung wichtig?

- 10:03 Warum in Venture-Capital oder Private Equity Fonds zu investieren?

- 13:12 Welche Herausforderung gibt es im Fin-Tech Bereich?

- 17:20 Wo steht ihr aktuell?

- 20:20 Was hättest du gerne früher übers Gründen gewusst?

- 22:10 Welche Rolle hat Networking für dich gespielt?

- 24:50 Worauf bist du besonders stolz?

- 26:08 Was möchtest du anderen Gründer:innen auf den Weg geben?

 

Vielen Dank fürs reinhören!

 

MONA FEDER:

- LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/monafeder

- tokenstreet: https://tokenstreet.com/

 

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