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Feb. 26, 2022

Maria-Liisa Bruckert, SQIN | Female Februrary

Maria-Liisa Bruckert, SQIN | Female Februrary

Mit AI die Haut verbessern und als Tech-Gründerin mit Vorurteilen umgehen

Maria-Liisa Bruckert ist CEO & Gründerin von SQIN, der AI gestützten Plattform, die Hautprobleme frühzeitig erkennt und Behandlungsvorschläge gibt. Maria stößt als Tech-Gründerin leider immer wieder auf Vorurteile. Sie erzählt heute, wie sie damit umgeht. Außerdem reden wir über die zahlreichen Auszeichnungen, die SQIN erhalten hat und über die Expansion von SQIN in andere Märkte.


„Manchmal hilft schon ein ganz kleiner Ratschlag“

SQIN-Gründerin Maria-Liisa Bruckert über E-Health, ihre Vergangenheit bei Siemens und die Zukunft der Hautgesundheit

Nach einem Elektrotechnik-Studium und mehreren Jahren bei Siemens hat Maria-Liisa Bruckert vor einem knappen Jahr das E-Health Start-up SQIN gegründet. 

„Ich schon bei Siemens und super nah dran an den Themen von Morgen und Übermorgen“, erklärt die Jungunternehmerin. Und trotzdem gehen in einem großen Konzern die Dinge oft langsamer, als man das gerne hätte.  Der Wunsch selbst zu gründen entsprang aus ihrer Faszination mit den Themen digitale Transformation, künstliche Intelligenz und E-Health. 

SQIN ist eine mit künstlicher Intelligenz ausgestattete App, deren Ziel es ist, Menschen einen lebenslangen Ratgeber für ihre Haut an die Hand zu geben. Mithilfe hochgeladener Bilder analysiert die KI das Hautbild und findet innerhalb von Sekunden heraus, was der Kunde braucht. Je nach Bedarf hilft die App dann bei der Vermittlung an einen Dermatologen oder empfiehlt bestimmte Produkte oder Änderungen im Lebensstil. 

„80 % der Menschen haben irgendwann ein Problem mit ihrer Haut. In vielen Ländern ist die Erreichbarkeit von Dermatologen ein Problem. Auch trauen sich viele Menschen nicht, zum Arzt zu gehen. Wir wollen einen Ort schaffen, wo wir Menschen ohne Scham und ohne große Kosten erstmals mit dem Thema in Berührung bringen können“, fasst Maria-Liisa Bruckert die Mission des Unternehmens zusammen. 

Aber die App hilft nicht nur bei medizinischen Problemen, sondern gibt auch individuell auf den Kunden abgestimmte Tipps. Als Tochter einer Kosmetikerin weiß die Gründerin, dass manchmal schon ein kleiner Ratschlag Gold wert ist. Außerdem soll die App den Nutzern langfristig zur Seite stehen: 

„Bei uns geht es zentral um den Konsumenten. Im Laufe des Lebens ändert sich deine Haut. Deine Bedürfnisse ändern sich ständig. Wir wollen dein Partner durch die Jahrzehnte sein.“

Denn gerade die Hautgesundheit wird von Faktoren wie Lebensstil, Klimazone und auch der psychischen Gesundheit massiv beeinflusst. Entsprechend haben Kunden mit SQIN nicht nur einen Ort, an dem sie Lösungen für akute Probleme finden, sondern auch Tipps für präventive Maßnahmen erhalten. 

Maria-Liisa Bruckert ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass hier nicht nur der Lebensstil, sondern auch die mentale Gesundheit eine wichtige Rolle spielt: 

„Die Haut ist der Spiegel deines Inneren. Deswegen muss Hautgesundheit auch das mentale Thema abdecken“, stellt die Unternehmerin klar. 

Obwohl das Unternehmen erst seit kurzer Zeit existiert, hat sich seither viel getan:  Unter anderem hat das inzwischen zwölfköpfige Team auch den Publikumspreis bei der EXPO 2022 und den GooglePlay-Award für die beste App in der Kategorie „Personal Growth“ gewonnen. 

„Ich würde [Menschen mit Gründungsidee] raten, sich auf jeden Fall den Markt anzusehen. Versetzt dich in die Perspektive deines Users“, meint die Gründerin:„Wo ist der Need? Welches Problem existiert und in welche Richtung sollte ich meine Idee denken?“ Denn die Beantwortung dieser Fragen legt den Grundstein für alles andere. 

Abgesehen davon ist ein gutes Netzwerk das A&O: 

„Einfach nur zu launchen ist gar nicht so schwierig, aber wenn du das Business aufbauen willst, brauchst du Menschen, Kontakte und ein Ökosystem.“ 

Aus diesem Grund hat SQIN versucht, sich ein belastbares Netzwerk aufzubauen. Vor allem, wenn es um die Expansion in andere Länder und die Umsetzung der Regularien geht, hat sich der Rat von Experten als wertvoll erwiesen. In dieser Hinsicht hat das junge Start-up auch von der Teilnahme an verschiedenen Accelerator-Programmen und Events profitiert.  

Dass sie trotz ihres Tech-Backgrounds manchmal als Frau im ersten Moment nicht ganz ernst genommen wird, ist für die studierte Elektrotechnikerin dabei kein Problem: 

„Ich gehe unglaublich selbstbewusst damit um und versuche das Argument von Anfang an auszuhebeln, indem ich gleich am Anfang der Präsentation über meine Begeisterung für das Thema Technologie spreche. Natürlich funktioniert das aber nur, wenn es auch authentisch ist.“

Natürlich schadet auch nicht, dass die App bereits existiert und das Team inzwischen mit einer Vielzahl an Preisen auf sich aufmerksam gemacht hat. 

Neugierig geworden? 

Wenn ihr erfahren wollt, wie wir dank KI zu einer gesünderen Haut kommen können und warum bei der Expansion in andere Länder auch die Klimazone einbezogen werden muss, dann hört rein in den Podcast!

Die Fragen:

  • 02:30 Wann hat dich die Faszination am Gründen gepackt?
  • 04:07 Wie seid ihr zur Idee hinter SQIN gekommen?
  • 05:45 Wie verbindet ihr Tech mit Dermatologie?
  • 07:40 In welchem Markt seid ihr gestartet und in welche Märkte seid ihr schon eingestiegen?
  • 09:36 Wo steht ihr aktuell?
  • 11:15 Wie funktioniert euer Produkt und insbesondere die KI?
  • 12:45 Wie funktioniert euer Geschäftsmodell?
  • 13:34 Wie sieht eure Vision aus?
  • 15:03 Wie groß ist euer Team aktuell?
  • 15:15 Welche Rolle spielt Netzwerken für dich?
  • 19:10 Warum wolltest du ein Tech-Startup gründen?
  • 20:50 Wie gehst du als Gründerin mit Vorurteilen um?
  • 23:23 Worauf bist du besonders stolz?
  • 25:40 Was würdest du jemanden auf den Weg geben, der überlegt zu gründen?

 

Vielen Dank fürs reinhören!

 

MARIA-LIISA BRUCKERT:

 

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