Auf der Suche nach einem Sparring Partner für strategische Entscheidungen?
March 8, 2022

Lubomila Jordanova, PlanA | Female February

Lubomila Jordanova, PlanA | Female February

Diese Gründerin führt Unternehmen zu einer nachhaltigen Firmenführung

Lubomila Jordanova ist CEO & Gründerin von PlanA, dem KI-Startup, das den Einfluss von Unternehmen auf die Umwelt genau analysieren kann. Lubomila erzählt uns, wie sie es geschafft hat, als Zugezogene in Berlin zu gründen und wie sie zur Idee hinter PlanA kam. PlanA hat inzwischen mehr als 400 Kunden gewonnen und gehört zu einem der größten Player für Software zur Dekarbonisierung.


„Netzwerk hilft uns, Themen aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen.“ 

Plan A-Gründerin Lubomila Jordanova über Nachhaltigkeit, Greentech und die Zukunft unseres Planeten

„Es gibt keinen Plan B für unseren Planeten“: 

Mit diesen drastischen Worten stellt sich das 2017 gegründete Start-up „Plan A“ auf der unternehmenseigenen Website vor. Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit in den fünf Jahren seit der Gründung an Präsenz gewonnen hat, gibt es nämlich viel zu tun: Obwohl der CO₂-Ausstoß aus fossilen Quellen im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie um 5,4 % zurückgegangen ist, sind die Emissionen im Jahr 2021 wieder um 4,9 % gestiegen. Das Start-up „Plan A“ will Firmen helfen, ihre Emissionen zu reduzieren und ihre ESG-Performance zu verbessern: 

„Wir helfen Unternehmen bei der Dekarbonisierung. Unsere Plattform nutzt wissenschaftliche und AI-Kenntnisse, um die Analyse von CO₂-Bilanzierung zu automatisieren. Soll heißen: Wir sagen automatisch, wie und wo eine Firma ihre Emissionen reduzieren kann. Zusätzlich helfen wir beim Ausstellen von Berichten.“ 

Im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Gründung von „Plan A“ Lubomila Jordanova nicht recherchiert und mit Experten gesprochen, sondern auch eine Woche lang in Marokko Müll gesammelt: 

„Ich habe so viel gelesen, so viele Leute gefragt und so viele Websites angeguckt. Nichts war in der Nähe von dem, was wir mit Plan A machen“, zieht Lubomila Jordanova Résumé: „Es gibt viele Probleme, die wir nicht besonders gut verstehen. Es gibt nicht genug Lösungen. Eigentlich gibt es gar keine For-Profit-Lösungen [für das Thema Nachhaltigkeit].“ 

Und so entschied sich die Unternehmerin nach einer mehrjährigen Karriere im Corporate-Sektor, ihren Job zu kündigen, London zu verlassen und „Plan A“ zu gründen.  Als Standort für das Unterfangen entschied sich Lubomila Jordanova für Berlin. Sie erklärt die Entscheidung mit folgenden Worten: 

„Berlin war die beste Option. Es gab dort bereits viele kleine Unternehmen, die mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun hatten. Ich habe bereits in sieben Ländern und Kontinenten gelebt, mich aber bewusst für Berlin entschieden.“ 

Und trotzdem musste das Start-up selbst in Berlin anfangs viel Zeit und Ressourcen in Aufklärungsarbeit investieren: „Wir haben mit Plan A mehr als 100 Veranstaltungen zu Themen wie Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Klimawandel oder Sustainable Fashion organisiert“, meint die Jungunternehmerin.  Denn obwohl Wissenschaftler und Umweltaktivisten schon seit Jahren auf die dringende Notwendigkeit einer Veränderung pochen, sind sich viele Unternehmen der Verantwortung, die sie in der Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft tragen, nicht bewusst.

Abgesehen von der notwendigen Aufklärungsarbeit haben diese Veranstaltungen der Unternehmerin auch beim Aufbau eines Netzwerkes geholfen: „Netzwerk ist alles. Es hilft dabei, Themen aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen“ antwortet die Gründerin auf die Frage, welche Rolle Netzwerk im Aufbau ihres Start-ups spielt. 

Dank der Aufklärungsarbeit von Plan A und anderen Playern sowie der Einführung neuer Regularien für Firmen hat sich seit 2017 einiges getan: Inzwischen müssen Firmen sich dem Thema Sustainability stellen-, ob sie es wollen oder nicht: 

Heute arbeiten wir u.a. mit Unternehmen wie BMW und FlixBus. Wir haben inzwischen  mit über 400 Firmen zusammengearbeitet und dabei eine Reduzierung von 7 % erzielt“, berichtet die Jungunternehmerin stolz. Darüber hinaus beweist eine im Jahr 2021 eingesammelte Fundingrunde von 10 Millionen USD, dass auch Investoren sich inzwischen für Greentech interessieren. Lubomila Jordanova will das Geld nutzen, um ihr inzwischen auf über 100 Mitarbeiter angewachsenes Start-up weiter zu skalieren. Denn auch wenn das Thema Nachhaltigkeit inzwischen auf größere Resonanz trifft, gibt es keinen Plan B für unseren Planeten. 

Wenn ihr mehr über Plan A und den Gründungsweg von Lubomila Jordanova erfahren wollt, dann hört rein in den Podcast.

 

Die Fragen:

  • 02:36 Wann hat dich die Faszination am Gründen gepackt?
  • 05:28 Wann wusstest du, dass du die richtige Idee gefunden hast?
  • 07:06 Wie schnell hast du dich in Berlin zurechtgefunden?
  • 10:33 Wo steht Plan A aktuell?
  • 12:53 Welche bekannten Fehler machen alle Unternehmen?
  • 15:16 Welche Rolle spielt Netzwerken für dich?
  • 18:00 Was waren deine größten Hindernisse beim Gründen?
  • 21:34 Was möchtest du anderen Gründer:innen auf den Weg geben?

 

Vielen Dank fürs reinhören!

 

LUBOMILA JORDANOVA:

 

Der #FemaleFebruary ist nur möglich dank der Unterstützung von Canva, deinem Design-Tool für alles, was mit Inhalten und Präsentationen zu tun hat. Canva bietet allen, die den Female February lesen oder hören, eine verlängerte Testphase für ihre Pro-Version an (die Kernfunktionen sind ohnehin kostenlos). Klicke hier, um die neue Art der Content Creation in Teams 45 Tage lang zu testen. Link dazu: https://canva.me/femalefebruary

 

DU GRÜNDEST EIN STARTUP?

Falls du bei deiner Startup Gründung Hilfe brauchst, meld dich gerne. Fabian, der Host dieses Podcasts, arbeitet mit diversen Startups, die zwischen Pre-Seed und Series A stecken zusammen und vielleicht kann er dir ja auch helfen: https://jungunternehmerpodcast.com/startup-advisory

 


See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.