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March 2, 2022

Lena Tuckermann, Mietz | Female February

Lena Tuckermann, Mietz | Female February

Wie finde ich eigentlich in 5 Jahren meine neue Wohnung?

Lena Tuckermann ist CEO & Gründerin von Mietz, einer App, die die Wohnungsvermittlung vereinfachen soll. In Lenas Vision dauert der Prozess, eine neue Wohnung zu finden, maximal Minuten. Gleiches soll auch für die Vermieterseite gelten. Lena erzählt, wie sie die eher altmodische Vermietungsbranche abholt und warum sie aktuell noch nicht in Gesprächen mit Investoren ist.


“Man kriegt ständig auf die Fresse, aber das gehört dazu.” 

Mietz-Gründerin Lena Tuckermann über die Höhen und Tiefen des Gründerdaseins 

„Swipe Match Move“: So lautet der Slogan der neuen Mietz-App, die Wohnungssuchenden dabei hilft, eine Wohnung zu finden. Funktionieren tut das ganze ähnlich wie bei Tinder: Man füllt sein Profil aus, lädt seine Unterlagen hoch und kann sich nun durch zu den eigenen Kriterien passende Mietwohnungen swipen. Anstatt für jede Kontaktaufnahme eine eigene E-Mail zu schreiben, reicht ein Swipe, um den Vermieter zu kontaktieren und diesem alle relevanten Informationen und Unterlagen zukommen zu lassen. 

Ein einfaches Konzept, das sowohl Mietern als auch Vermietern viel Zeit und Nerven erspart. Denn wie jeder weiß, der schon einmal in einer Großstadt wie Berlin oder Hamburg eine Wohnung gesucht hat, ist das Suchen eine neue Wohnung nicht nur langwierig, sondern auch nervenaufreibend. Die Mietz-Plattform will das ändern, indem sie nicht nur den Prozess der Wohnungssuche digitalisiert, sondern auch den Austausch der relevanten Unterlagen automatisiert.  

Gegründet wurde das Unternehmen 2021 von Lena Tuckermann, Maximilian Schelbach und Johann Kim. Auf die Idee kam die damalige Jurastudentin Lena Tuckermann, als sie selbst in Hamburg auf Wohnungssuche war und dabei merkte, wie aufwendig und schwierig sich der ganze Prozess gestaltete. Die digitale Mietplattform „Mietz“ soll nun dafür sorgen, dass andere es zukünftig einfacher haben. Denn das KI-basierte System bringt nicht nur Mieter und Vermieter zusammen, sondern vereinfacht auch den Austausch der Unterlagen. Sogar der Mietvertrag soll künftig digital ausgestellt und unterschrieben werden können.  

 

Dass die ehemalige Jurastudentin nicht aus einem Start-up Umfeld kam,zu Beginn über kein Netzwerk verfügte und entsprechend wenig über das Gründen wusste, war aus Lena Tuckermann’s Sicht sogar ein Vorteil: 

„Es war grade gut, dass ich vorher nichts [über das Gründen] wusste“, meint die Jungunternehmerin: „[Eine Unternehmensgründung] bringt viele Herausforderungen, Höhen und Tiefen mit sich. Es gibt viel zu lernen. Das ist einerseits eine tolle Chance, kann aber auch abschreckend sein, wenn man sich gerade überlegt, ob man diesen Weg gehen will oder nicht. Für mich war es der richtige Weg erst mal zu gucken wie das eigentlich funktioniert und erst mit der Zeit herauszufinden [was eine Gründung eigentlich alles mit sich bringt.]“ 

Die Lernkurve scheint steil gewesen zu sein, denn alleine im ersten Jahr hat sich bei Mietz einiges getan: Das komplett gebootstrappte Unternehmen ist inzwischen auf 6 Mitarbeiter angewachsen und hat bereits die Betaversion der App gelauncht. Besonders stolz ist Lena Tuckermann hierbei darauf, dass das Team trotz der Achterbahnfahrt, die eine Start-up Gründung nun mal mit sich bringt, nicht die Begeisterung verloren hat.

 

Überhaupt zählt Zähigkeit für sie zu den wichtigsten Eigenschaften, die man als Gründer haben sollte: 

„Eine Eigenschaft, die sehr wichtig ist, ist ein gewisser Kampfgeist. Für mich ist [das Gründerdasein] mit einer Art Boxkampf zu vergleichen: Man kriegt permanent in die Fresse, aber das gehört dazu. Es kann aber auch eine Chance sein, um zu wachsen, wenn man sich drauf einlässt.“ 

Und Wachstum steht nicht nur für Lena Tuckermann als CEO, sondern auch für das Start-up an sich auf dem Programm: Inzwischen ist das Unternehmen dabei, über 2000 Apartments an Board zu holen, um die App offiziell in Berlin zu launchen. Danach soll eine Expansion in weitere Städte (und Länder) stattfinden. 

Obwohl Netzwerk wichtig ist, ging es für Lena Tuckermann auch ohne: Denn als Jurastudentin hatte sie weder ein bestehendes Netzwerk im Immobilienbereich noch in der Start-up-Szene: „Der Markt ist sehr konventionell geprägt. Man muss erst von der technischen Seite reinkommen und auch Vertrauen gewinnen.“ Und doch war beides keineswegs unmöglich: „Es ist auch eine große Offenheit da“, meint die Jungunternehmerin. Denn schließlich soll die Plattform nicht nur das Leben von Wohnungssuchenden, sondern auch von Vermietern maßgeblich erleichtern.   

Alles in allem scheint Mietz drauf und dran zu sein, die Wohnungssuche ins 21. Jahrhundert zu bringen. Wenn ihr mehr über das junge Start-up und Lena Tuckermann’s Weg in die Gründung erfahren wollt, dann hört rein in den Podcast… 

Die Fragen:

  • 02:15 Wann hast du dein Interesse am Gründen entdeckt?
  • 03:26 Wie war der Weg der Gründung?
  • 04:45 Was macht ihr besser als andere Vermietungsplattformen?
  • 06:04 Seid ihr das Tinder für Wohnungen?
  • 06:50 Was sind eure größten Herausforderungen?
  • 08:18 Wo steht ihr aktuell?
  • 09:13 Was ist deine Vision hinter Mietz?
  • 10:25 Wie habt ihr es geschafft, die Vermieter abzuholen?
  • 12:00 Wie setzt sich euer Team zusammen?
  • 14:28 Welche Rolle spielt Netzwerk für dich?
  • 16:00 Worauf bist du besonders stolz?
  • 17:12 Kann man eure App schon benutzen?
  • 20:00 Was hättest du gerne früher gewusst?
  • 20:55 Was möchtest du anderen Gründer:innen auf den Weg geben?

Vielen Dank fürs reinhören!

 

LENA TUCKERMANN:

 

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