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Feb. 11, 2022

Lara Daniel, Pulse Advertising | Female February

Lara Daniel, Pulse Advertising | Female February

„Am Ende des Tages ist Zeit das wertvollste, was du hast.“

„Pulse Advertising“- Gründerin Lara Daniel über Digitalisierung, Internationalisierung und warum sie kein Networking betreibt

Auch die Unternehmerin Lara Daniel gelangte auf Umwegen zur Gründung ihres inzwischen fast zehn Jahre alten, global erfolgreichen Start-ups „Pulse Advertising“:  Während ihres Auslandsstudiums in Barcelona schrieb sie im Rahmen ihrer Masterarbeit einen Businessplan für ein Fashion-Unternehmen. Kurze Zeit später entschied sie sich, daraus auch in der realen Welt ein Business zu machen: 2013 gründeten sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Christoph Kastenholz das Modelabel „Noemii Resortwear“. 

Aber auch damit war die Geschichte noch lange nicht zu Ende: Noch bevor das Wort „Influencer“ in aller Munde war, stellten die zwei Jungunternehmer fest, dass „Influencermarketing gut funktioniert“.  Um ihr Modelabel marketingtechnisch zu unterstützen, gründete das Duo wenig später die Werbeagentur “Pulse Advertising“. Doch dann kam alles anders: Was als „Nebenprojekt“ gedacht war, machte innerhalb weniger Monate sechsstellige Umsätze, während das Modelabel immer weiter hinterherhinkte. 

9 Jahre später hat sich Pulse Advertising als global Player im Bereich des Influencer-Marketings etabliert. Das Unternehmen ist mit fünf Offices auf der ganzen Welt vertreten und arbeitet mit Partnern wie Uber, Gillette, Audible, Disney, Armani, Formel 1 und Shell zusammen. Und das, obwohl Unternehmen bis heute keinen einzigen Investoren hat. 

„Wir helfen Unternehmen dabei, das Thema Influencermarketing strategisch anzugehen. Der globale Ansatz ist unsere Kernkompetenz“, fasst die Gründerin die Mission ihres Unternehmens zusammen. 

Den Wunsch zu gründen ist bei Lara Daniels, die unter anderem in Milan, Barcelona, Hongkong und nicht zuletzt an der Universität Witten studiert hat, bereits mit Anfang zwanzig entstanden: 

„Es geht nicht darum, die perfekte Idee zu haben“, meint die Gründerin in Bezug auf ihre Erfolgsstory. Stattdessen sollte man sich lieber fragen, wo die Probleme in unserer Welt liegen und wie man sie lösen kann. Eine Perspektivenänderung, die ihr einen neuen Blick auf das Leben gegeben hat: „Plötzlich siehst du überall Probleme, die man anpacken kann.“

Aufgrund ihrer ausgiebigen Auslandserfahrung haben sowohl Lara Daniel als auch ihr Mitgründer von Anfang an global gedacht: 

„Wir haben im Grunde in Deutschland gegründet und gesehen, dass Deutschland der Digitalisierung eher zögerlich gegenübersteht. [Aber] digital ist international. Also haben wir weniger als ein Jahr nach der Gründung gesagt, wir machen in New York ein Büro auf.“ 

Und doch ist das mit der Internationalisierung um einiges leichter gesagt als getan: 

„Es ist bis heute viel Arbeit“, stellt die Gründerin klar: „Auch wenn man gefühlt nah dran ist, gibt es sehr starke kulturelle Unterschiede, die sich auf die Teamführung, Kundenakquise und Kundenkommunikation auswirken.“ Die größte Herausforderung liege also darin, auf diese Unterschiede einzugehen und trotzdem sicherzustellen, dass das Produkt überall dasselbe ist. Und zwar egal, ob in London, New York oder Hamburg.

Am stolzesten ist sie nach wie vor darauf, dass das Bootstrap-Unternehmen komplett auf Fremdgeld verzichten konnte. Denn Unabhängigkeit ist für die Gründerin mehr wert, als jedes schnelle Geld: 

„Es ist gerade ein Trend Geld einzusammeln, aber wenn du es dir leisten kannst, würde ich immer versuchen so viel wie möglich im eigenen Unternehmen zu behalten.“

Zudem empfiehlt sie anderen Jungunternehmern es sich einerseits gut zu überlegen, aber auch nicht zu lange zu warten: 

„Überleg dir, ob du wirklich Lust hast auf die Unsicherheit. Denn Unsicherheit ist der Kern des Unternehmertums. Es bedeutet, dass du kontinuierlich daran arbeitest, dass morgen anders aussieht als heute. Das ist, glaube ich, so eine Lebensentscheidung. Wenn du aber das Gefühl hast, dass du Bock darauf hast, dann mach’s! Nicht warten, sondern einfach loslegen. Denn auch wenn die erste Idee nicht die perfekte Idee ist, kann sie dich zur nächsten Idee bringen und das kann dann der große Durchbruch sein.“

Sie selbst fühlt sich vom Gründer-Dasein nach wie vor erfüllt: „Ich liebe meinen Job! Es ist viel Arbeit, aber es macht auch Spaß“, schwärmt die Unternehmerin. Mit ihrem Lebenspartner und Mitgründer redet sie auch nach Feierabend weiter über die Firma: „Am Ende ist es so, als würdest du das gleiche Hobby haben.“ 

Und trotzdem ist das Leiten eines internationalen Unternehmens mit über hundert Mitarbeitern nicht ohne Herausforderungen: 

„Es ist auch wahnsinnig viel Verantwortung, denn am Ende musst du die Entscheidungen treffen. Du musst auch Lust haben auf verschiedene Themenbereiche. [Denn] wenn du gründest, musst du dich plötzlich mit Themen auseinandersetzen, die nicht in das Kernthema gehören.“ 

Gerade deswegen ist es umso wichtiger, dass man es auch wirklich will: „Am Ende des Tages ist Zeit das wertvollste, was du hast. Du musst also Lust darauf haben“, resümiert die Gründerin. 

Wenn ihr wissen wollt, warum die Unternehmerin kein Fan von Networking ist und welche Tipps sie für die gemeinsame Gründung mit dem Partner hat, dann hört rein in den Podcast… 

Die Fragen:

02:40 Wann hat dich die Faszination zum Gründen gepackt?

05:40 Wann war für dich der richtige Zeitpunkt zum Gründen?

07:09 Wie hat sich das Modelabel zu Pulse entwickelt?

17:55 Wie hat sich alles verselbstständigt?

20:30 Warum habt ihr direkt global gedacht?

22:21 Wo steht Pulse aktuell?

24:15 Do's and Don'ts für Gründen mit Partner:in?

31:23 Welche Rolle hat Networking für dich gespielt?

38:55 Was hättest du gerne früher übers Gründen gewusst?

40:20 Worauf bist du besonders stolz?

42:55 Was möchtest du anderen Gründer:innen mit auf den Weg geben?

 

Vielen Dank fürs reinhören!

 

LARA DANIEL:

- LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/laramdaniel

- Lara’s E-Mail: lara@pulse-advertising.com

- Pulse Advertising: https://www.pulse-advertising.com

- CODE University of Applied Sciences: https://code.berlin/

 

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