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March 5, 2022

Hanna Asmussen, Localyze | Female February

Hanna Asmussen, Localyze | Female February

Relocation made easy - Diese Gründerin bringt internationale Fachkräfte nach Deutschland

Hanna Marie Asmussen ist CEO & Gründerin von Localyze, dem Startup, das Firmen dabei hilft, ihren internationalen Hiring-Prozess einfacher zu gestalten. Localyze übernimmt dabei insbesondere den bürokratisch aufwendigen Umsiedlungsprozess von Mitarbeitern. Hanna hat nach ihren Auslandsaufenthalten schnell bemerkt, dass die bürokratischen Hürden viele Unternehmen, die überlegen international anzustellen, abschrecken. Wir sprechen über ihre Gründungsgeschichte und über die Vorteile, die eine Umsiedlung von Mitarbeitern mit sich bringt.


„Am Tech scheitert es eigentlich nie“ 

Localyze-Gründerin Hanna Asmussen über Mobilität, Durchhaltevermögen und die Zukunft der Arbeitswelt

Auch Localyze-CEO Hanna Asmussen hat ihr Start-up nicht um des Gründens willen gegründet, sondern um ein konkretes Problem zu lösen: 

Bereits als Teenager verbrachte die Gründerin Zeit im Ausland und  lebte später im Rahmen verschiedener Praktika und Auslandssemester unter anderem in China und der Dominikanischen Republik. Hierbei erlebte sie am eigenen Leib, wie schwierig und komplex sich die Bürokratie und Organisation eines berufsbedingten Umzugs gestaltet. 

„Es solle eigentlich leichter sein“, dachte sich die Jungunternehmerin schon damals. Da sie keinen Zugang zur Start-up-Szene hatte, ging sie aber erst mal einen anderen Weg. 

Ein abgebrochenes Doktorstudium und kürzeren Abstecher bei BCG und PwC später, entschloss sich Hanna Asmussen dann doch, sich erst nebenberuflich und dann hauptberuflich dem Thema „Relocation“ zu widmen. Und so kam es im Juli 2018 zur Gründung von “Localyze”, einem Start-up, dass den Mitarbeitern von Unternehmen bei der Umsiedlung ein neues Land hilft. 

Als Co-Founder holte sich die Jungunternehmerin ihre ehemaligen Studienkolleginnen Franzi Löw und Lisa Dahlke ins Boot:

„Es hat sich am Ende alles perfekt ergeben, weil wir alle verschiedene Zugänge zu dem Thema hatten“, meint Hanna Asmussen. Besonders hilfreich war hierbei, dass sich die Mitgründerin Lisa Dahlke in ihrem vorigen Job bereits ausgiebig mit dem Thema Umsiedlung befasst hatte: 

„Ein Großteil unserer Arbeit bestand darin, Lisas Wissen zu automatisieren“, erinnert sich die Jungunternehmerin. Da es sich beim Thema Umsiedlung um ein komplexes Problem handelt, gingen die Gründerinnen Schritt für Schritt vor: 

„Wir haben am Anfang viel manuell gemacht und das Produkt drumherum gebaut. Ich würde jedem, der ein komplexes Problem angeht, sagen: ‚Du musst Lust darauf haben. Denn am Tech scheitert es eigentlich nie.“ 

Und doch war die Unternehmensgründung kein reines Zuckerschlecken: „Es ist schon ein Rollercoaster. Jede Gründerstory hat Höhen und Tiefen und am Ende dauert es immer länger.“ meint die Gründerin rückblickend. Deswegen ist es umso wichtiger, sich ein Thema zu suchen, für das man wirklich brennt und von Anfang an die richtigen Leute um sich zu versammeln. Mit ihren zwei Co-Foundern ist ihr das gelungen: 

„Wir [Gründerinnen] versuchen uns gegenseitig zu unterstützen und auch dem Rest des Teams gegenüber offen zu sein“, erklärt Hanna Asmussen. In ihrer vierjährigen Erfahrung mit Localyze hat sie außerdem gelernt, dass Fehler unvermeidbar sind. 

„Du kannst Fehler nicht vermeiden. Grade, wenn du schnell bist und schnell Sachen aufbaust, passieren Fehler einfach.“ 

Aus diesem Grund bleibt sie immer lösungsorientiert und versucht Fehler zu nutzen, um daraus zu lernen.  

Ein Ansatz der Aufzugehen scheint: Inzwischen ist das Unternehmen auf über 60 Mitarbeiter angewachsen, in mehreren Ländern vertreten und hat im vergangenen Jahr 12 Millionen Dollar eingesammelt. Und das, obwohl sich das Thema Umsiedlung aufgrund der COVID-19 Situation nicht unbedingt einfacher gestaltet:

„Zwei Monate lang war kompletter Stillstand “, erinnert sich die Jungunternehmerin: „Es hat sich aber schnell wieder erholt. 2020 sind wir wieder stark gewachsen.“ Dies liegt zum Teil daran, dass momentan ein massiver Fachkräftemangel herrscht. Abgesehen davon zeigen verschiedene Umfragen, dass internationales Hiring an Beliebtheit gewinnt und Firmen sich zunehmend in einem hybriden Arbeitsmodell aufstellen: 

„Anstatt auf komplett Remote umzustellen, haben immer mehr Firmen verschiedene Standorte. Kollegen müssen nicht jeden Tag ins Büro, sich aber trotzdem irgendwo im Dunstkreis des Unternehmens ansiedeln“, meint Hanna Asmussen zur jetzigen Lage. Abgesehen davon hat die Research gezeigt, dass der Wunsch nach Umsiedlung meist von den Mitarbeitern selbst ausgeht: 

„In 95 % der Fälle haben die Mitarbeiter die Relocation selbst getriggert.“

So wie es aussieht, steht dem weiteren Wachstum von Localyze also nichts im Weg. 

Neugierig geworden? 

Wenn ihr erfahren wollt, warum das Fundraising sich am Anfang schwierig gestaltete und warum man Hanna Asmussens Meinung nach nicht unbedingt ein Netzwerk braucht, dann hört rein in den Podcast! 

 

Die Fragen:

  • 02:54 Wann hast du deine Faszination am Gründen entdeckt?
  • 5:32 Wann kam dein richtiger Moment zum Gründen?
  • 08:20 Wie hat das Umfeld auf die Gründung reagiert?
  • 10:30 Wie hast du dein Team zusammengestellt?
  • 12:50 Wo steht ihr aktuell?
  • 16:08 Kommt Localyze auch bei eurem Hiring zum Einsatz?
  • 18:32 Welchen Vorteil bietet eine Umsiedlung gegenüber Remotework?
  • 21:49 Wie aufwendig war die Bürokratie?
  • 24:24 Was waren die größten Hürden?
  • 26:38 Wie sieht dein Problemlösungsprozess aus?
  • 20:28 Welche Rolle spielt Netzwerk für dich als Gründerin?
  • 33:52 Worauf bist du besonders stolz?
  • 35:40 Was möchtest du anderen Gründer:innen auf den Weg geben?

 

Vielen Dank fürs reinhören!

 

HANNA MARIE ASMUSSEN:

 

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