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Feb. 19, 2022

Darja Gutnick, Bunch | Female February

Darja Gutnick, Bunch | Female February

Vom PhD zum 4,5 Millionen Dollar gefundeten Leadership Coaching StartupDarja Gutnick ist CEO & Gründerin von Bunch, einem Tech-Startup, das aus Berlin und New York arbeitet. Buch macht Leadership Coaching für jeden verfügbar und hat aktuell 10 tausend monatlich aktive Nutzer. Darja erzählt von ihrer Entscheidung ihren PhD abzubrechen, um zu gründen und ihrer Rolle im Unternehmen das direkt auf die zweite Finanzierungsrunde zugeht. Außerdem reden wir darüber, in welchen Lebensphasen Netzwerken wirklich Sinn ergibt.


„50 % Netzwerk und 50 % Beharrlichkeit“ 

Die Wissenschaftlerin und „Bunch“-Gründerin Darja Gutnick über den notwendigen Cocktail für ein erfolgreiches Start-up 

„Ich hatte eigentlich vor einen großen Bogen, um das Unternehmertum zu machen“, erinnert sich die Gründerin Darja Gutnick. Denn am Beispiel ihrer Mutter, die bis heute einen eigenen Kleinbetrieb führt, sah sie in ihrer Kindheit vor allem die dunkle Seite des Unternehmertums.  

Doch dann kam alles anders: Im Rahmen ihres Doktorats an der Universität Gröningen kam sie mit vielen Gründern und Unternehmern in Berührung. Dabei merkte sie, dass sie sich in der Start-up-Community „wie ein Fisch im Wasser“ fühlte.   Als sie wenig später mehr oder weniger zufällig bei einem Pitch-Contest 25 000 Euro gewann, wurde sie vor eine Wahl gestellt: 

Doktorat oder Unternehmertum? 

  „Ich habe zwei Monate auf der Entscheidung rumgesessen und dann meinen PhD pausiert“, erinnert sich die Unternehmerin. Obwohl eine akademische Laufbahn um einiges einfacher gewesen wäre, bereut sie es nicht, den etwas anderen Weg eingeschlagen zu haben: 

„Ich habe schon eine Identität als Wissenschaftlerin, aber ich habe viel mehr Impact, wenn ich im Unternehmerbereich unterwegs bin.“  

Darüber hinaus empfindet die Gründerin das Leiten eines Start-ups als herausfordernder als ihr Doktorstudium und ihre Lehrtätigkeit: 

„Es fiel mir viel leichter, eine gute Wissenschaftlerin zu sein, als eine gute Unternehmerin. Aber ich lerne viel mehr und ich verändere mehr in der Welt.“

Heute ist die Psychologin nicht nur CEO ihres eigenen Unternehmens, sondern interviewt in ihrem „Teams at Work“-Podcast auch Führungspersonen zu Themen rund um High-Performance und die Zukunft der Arbeitswelt. 

Denn „Bunch“ ist ein Start-up, das sich explizit dem Thema Performance verschrieben hat: Die 2016 ursprünglich unter dem Namen „12grapes“ gegründete Consultancy ist inzwischen eine Coaching-App, die ihren Usern in nur zwei Minuten pro Tag hilft, eine bessere Führungsperson zu werden.  

Obwohl die App mit 50 000 Downloads, über 10 000 aktiven Nutzern und mehreren erfolgreichen Fundingrunden einen durchaus guten Start hingelegt hat, kann es Darja Gutnick nicht schnell genug gehen: 

„Es ist irgendwie noch so viel zu tun. Wir müssen viel schneller vorankommen.“ 

Denn das Unternehmen hat für dieses Jahr große Pläne:  Die Nutzerzahl soll verfünffacht werden. Darüber hinaus stehen der Launch des Premiumplans und eine Series A Fundingrunde auf dem Programm des Start-ups.

„Gefühlt haben wir superviel zu tun und viel zu wenig Hände. Es ist nur so ein Durchhalten, Weitermachen, schnell Lernen, nicht hinfallen und eine gute Series A closen“, fasst Darja Gutnick ihre derzeitige Realität zusammen.  

In ihrer Erfahrung braucht es „50 % Netzwerk und 50 % Beharrlichkeit“ für den erfolgreichen Aufbau eines Unternehmens. In letztere 50 % schließt sie auch das Durchhaltevermögen des Kernteams, zu dem sie neben den Mitarbeitern auch enge Freunde und Familienmitglieder zählt, mit ein.  Denn auch wenn ein größeres Netzwerk wichtig ist, läuft man letztendlich einen Marathon: 

„Ich glaube Netzwerken ist wichtig, aber in diesem Kontext sind deine engen Beziehungen viel wichtiger“, reflektiert die Jungunternehmerin: „Ich glaube Partner von einem Unternehmer zu sein ist fast noch härter, als selbst Unternehmer zu sein.”  

Was das Thema Netzwerk angeht, rät die extrovertierte Gründerin anderen Jungunternehmern, mit einer Phasenstruktur zu arbeiten. Außerdem sollte man das Ganze so unverkrampft wie möglich angehen: 

„Mir hat mal jemand mit PR-Background gesagt, dass man am Anfang jeden Monat auf mindestens 3 Bühnen stehen sollte.“ Hat man dies ein halbes Jahr lang getan, kann man selektiver vorgehen. Sie selbst wechselt zwischen Phasen, in denen sie viel netzwerkt und Phasen, in denen sie sich auf interne Themen wie den Aufbau der Firma und die Produktentwicklung konzentriert: 

„Man muss halt Zeit investieren. [Aber] Netzwerk ist nur die Hälfte der Miete. Die andere Hälfte sind Dinge wie gute Exekution, gute Unterlagen und klares Denken.“ 

Insgesamt sorgt dieser Ansatz dafür, dass weder das eine noch das andere vernachlässigt, wird.  Abgesehen davon rät sie anderen Jungunternehmern, nicht nur um des Gründens willen zu gründen: 

„Du musst dich dem Problem verschreiben. Ein emotionaler Bezug zum Problem ist superwichtig. Denn das ist die Wurzel, die dich im Sitz hält, wenn du in der Achterbahn steckst. Alles andere lernt man!“ 

Neugierig geworden? 

Wenn ihr erfahren wollt, wann Darja Gutnick plant, ihr Doktorat nachzuholen und warum sie Investoren immer um Feedback bittet, dann hört rein in den Podcast…

Die Fragen:

  • 02:55 Wann hast du dein Interesse am Gründen entdeckt?
  • 6:07 Hast du dich fürs Gründen und gegen deinen PhD entschieden?
  • 6:54 Bist du zufrieden mit deinem Lebensweg?
  • 15:05 Wo steht ihr gerade?
  • 18:00 Welche Rolle spielt Networking für dich und Bunch?
  • 27:50 Worauf bist du besonders stolz?
  • 30:48 Was möchtest du anderen Gründer:innen auf den Weg geben?

 

Vielen Dank fürs reinhören!

 

DARJA GUTNICK:

 

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