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Feb. 8, 2022

Cornelia Weinzierl, Melon | Female February

Cornelia Weinzierl, Melon | Female February

Wie gründet man die größte deutsche Vegan-Food Community aus der Uni heraus?


„Ich hatte schon immer den Drang selbst was zu machen“

Melon-Gründerin Cornelia Weinzierl über den Spagat zwischen Studium und Start-up

Cornelia Weinzierl ist erst 24 Jahre alt und bereits CEO eines Start-ups. 2020 gründete die Münchner Studentin die Melon-App. Heute ist das Start-up in mehreren deutschen Städten vertreten: 

 „Ich hatte schon immer den Drang selbst was zu machen, aber ich habe mich erst bereit gefühlt zu gründen, als ich eine Idee hatte, von der ich überzeugt war“, erklärt die junge Unternehmerin. Die Melon-App ist eine Plattform, die ernährungsbewusste Menschen miteinander vernetzt, indem sie ihnen die Möglichkeit gibt, gesundes und veganes Essen füreinander zu kochen.

Cornelia Weinzierl definiert sich selbst als Teil der Melon-Zielgruppe:

 „Mir ist meine körperliche und mentale Gesundheit ultimativ wichtig. Ein wichtiger Aspekt, der für mich im alltäglichen Leben oft zu kurz gekommen ist, war einfach das Essen. Ich hatte als Young Professional wenig Zeit. [Außerdem fehlte mir] das Wissen, um mich  gesund, ausgewogen und bewusst zu ernähren. Ich habe keine Plattform gefunden, die mir nicht nur Material zum Lesen bieten konnte, sondern eine Community, die mich aktiv auf meiner Reise unterstützt.“ 

Genau hier setzt Melon an: „Wir bieten eine Community aus Foodbloggern und Ernährungsberater*innen, die sich damit auskennen, die dich an die Hand nehmen wollen und denen du Fragen stellen kannst.“ Mithilfe der App können Kunden hausgemachtes, veganes Essen in ihrer Umgebung finden, bezahlen und abholen. Das Essen wird von Ernährungsexperten (sogenannten Hosts) zu Hause zubereitet und kann von den Kunden vor Ort genossen oder abgeholt werden. Im Fokus steht hierbei nicht nur das Essen selbst, sondern auch der Austausch zwischen den Köchen und Gästen. 

Als Cornelia Weinzierl das Unternehmen gründete, war sie noch Studentin: „Am Anfang sollte es ein Nebenprojekt zur Uni sein. Das hat sich dann sehr schnell umgedreht“, erinnert sich die Jungunternehmerin.  Dank guter Planung, Disziplin und der hohen Onlinekomponente ihres Studiums konnte sie aber trotzdem beides unter einen Hut bringen.

Aufgrund der Pandemie musste die Jungunternehmerin zudem den Schwerpunkt der Geschäftsidee verändern: Während Melon seine Kunden ursprünglich für das gemeinsame Essen vernetzen sollte, wurde der Fokus stattdessen auf Selbstabholung gelegt. „Anders, aber nicht unbedingt schlechter“, resümiert die Gründerin. Inzwischen bietet die App seinen Gästen und Hosts die Möglichkeit, zwischen Selbstabholung und gemeinsamen Essen zu wählen. 

Trotz Studium und Pandemie bereut Cornelia Weinzierl es nicht, so früh gegründete zu haben: „Ich hätte gerne früher gewusst, wie viel Spaß es machen kann!“. Es sei zudem unglaublich erfüllend, das Feedback der Community zu bekommen und so direkt zu spüren, dass man mit seiner Arbeit etwas Positives in die Welt trägt und sogar Leben verändert. „Es ist nicht nur ein Geben. Man bekommt so viel zurück“, schwärmt die Gründerin von ihrem Start-up. Und trotzdem sei es wichtig, gerade den „langweiligen und komplizierten Dingen“ nicht aus dem Weg zu gehen. So rät die junge Unternehmerin anderen Gründern, die schwierigen Gespräche gleich am Anfang zu führen: Denn nur wenn man die Aufgabenverteilung, die Shares und die Frage, wer sich wie viel einbringt, geklärt hat, kann man mit Selbstvertrauen loslegen. Tue man das nicht, könne einen das später unglaublich ausbremsen. 

Am Anfang sei es am wichtigsten gewesen, Angebot und Nachfrage auszubalancieren, ein regelmäßiges Angebot zu schaffen und Hosts und Guests an die Plattform zu binden. Ein Großteil der Arbeit besteht nach wie vor aus Communitymanagement. Denn Melon bietet seinen Nutzern kein Produkt, sondern eine Community. 

Das Konzept scheint aufzugehen: Was in München begonnen hat, ist inzwischen auch in anderen deutschen Städten vertreten. Das liegt zum Teil daran, dass die Idee einfach so einfach umgesetzt werden kann: „Melon ist nicht ortsgebunden. Jedes Wohnzimmer und jede Küche kann zum Ort des Austauschs werden.“, fasst die Unternehmerin ihre Vision zusammen. Außerdem hat Cornelia Weinzierl große Pläne für die Zukunft: 

„Wir wollen die App sein für alle, die sich mit bewusster Ernährung auseinandersetzen wollen: In Deutschland, Europa und der ganzen Welt.“

Ein Unterfangen, das man der Jungunternehmerin durchaus zutraut!

Neugierig geworden? 

Wenn ihr mehr über den Spagat zwischen Studium und Start-up, das Gründen einer Community und Cornelia Weinzierl’s Mission erfahren wollt, dann hört rein in unseren Podcast! 

 

Die Fragen:

02:06 Ab wann wusstest du, dass du gründen willst?

03:00 Wann ist für dich der Zeitpunkt zum Gründen gekommen?

03:55 Wie kamst du auf die Idee von Melon?

05:41 Wie hast du Studium & Gründung unter einen Hut gebracht?

07:35 Wie habt ihr es geschafft, eine ausgewogene Balance zwischen Angebot und Nachfrage auf eurer Plattform zu schaffen?

11:11 Wo steht ihr aktuell mit Melon?

12:44 Was hättest du gerne vor dem Gründen gewusst?

13:55 Was waren die größten Hindernisse beim Gründen?

17:13 Was ist die langfristige Vision hinter Melon? 

19:28 Was würdest du jemanden auf den Weg geben, der überlegt zu gründen?

 

Vielen Dank fürs reinhören!

 

CORNELIA WEINZIERL:

- LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/cornelia-weinzierl-473b57168

- Melon: https://meloncommunity.com/

- Melon im AppStore: https://apps.apple.com/de/app/melon-essen-freunde-vegan/id1592731704?l=en

- Melon im PlayStore: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.meloncommunity.twa

 

DU GRÜNDEST EIN STARTUP?

Falls du bei deiner Startup Gründung Hilfe brauchst, meld dich gerne. Fabian, der Host dieses Podcasts, arbeitet mit diversen Startups, die zwischen Pre-Seed und Series A stecken zusammen und vielleicht kann er dir ja auch helfen: https://jungunternehmerpodcast.com/startup-advisory

 


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