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April 26, 2022

Hiring & Skalierung: So bereitest du deine Firma auf Wachstum vor, mit Boris Bösch von Everstox

Hiring & Skalierung: So bereitest du deine Firma auf Wachstum vor, mit Boris Bösch von Everstox

Boris Bösch möchte sein Startup Everstox innerhalb eines Jahres von einem Team mit 40 Leuten auf ein Team von 150 Leuten skalieren.

Für ein solches Unterfangen sollte man sich Gedanken machen:
- Wie gehe ich beim Scale-Up nach der Series A-Finanzierungsrunde vor?
- Wo finde ich so viele neue, gute Leute?
- Wie muss ich die Organisations- und Gehaltsstrukturen für einen solchen Zuwachs anpassen?

Lerne jetzt, wie du Unternehmenswachstum mit effizientem Hiring zusammenbringst. Erfahre außerdem, wie Boris mit Everstox Logistik aufs nächste Level hebt und Warehouse und Fulfillment optimiert. 

Die Kapitel:
01:36 Warum war es der richtige Zeitpunkt für Series A?
06:29 Zusammenfassung: Guideline, um dich für Series A vorzubereiten
10:14 Wie muss ich meine Organisationsstrukturen anpassen, wenn ich mein Team skalieren will?
14:12 Was muss ich bei der Einführung einer Management-Ebene beachten & wie sieht eure Struktur aus?
20:52 Wie komme ich an all die guten Leute, die ich suche?
23:33 Welche Rolle spielt das Team im Recruiting-/Hiring-Prozess?
28:23 Welche Kanäle funktionieren für euch besonders gut, um Kandidat:innen zu gewinnen?
33:56 Wie kann ich viele Leute einstellen, ohne die Gehaltsstruktur zu zerstören?
39:48 Wie mache ich meinem Team Finanzierungsrunden & die VSOPs verständlich?
44:30 Sollte man VSOPs immer bereitstellen & wie macht ihr das?
46:00 Habt ihr Gehaltsranges von Junior- bis Senior-Level?
47:38 Wann hire ich jemanden vs. wann entwickle ich jemanden
55:02 An welchen KPIs messt ihr euren Erfolg?

BORIS BÖSCH
Boris bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisboesch/ 
Everstocks: https://everstox.com/de/ 

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Hiring und Unternehmenskultur in einem schnell wachsenden Start-up:

Everstox-Gründer Boris Bösch über Hiring, Mitarbeiterbindung und den richtigen Zeitpunkt für die nächste Fundingrunde…

Das 2019 von Co-Founder Boris Bösch gegründete Start-up Everstox landete im vergangenen November in den Nachrichten, als publik wurde, dass das Unternehmen 20 Millionen Euro Series A Funding eingesammelt hat. 

„Wir haben unsere Series-A-Fundingrunde genau zwölf Monate nach unserer Seed-Runde abgeschlossen“, verrät Boris Bösch. Trotzdem habe sich die Entscheidung, bereits so früh neues Geld einzusammenln, richtig angefühlt: 

„Umsatzzahlen sind nicht so wichtig. Aus meiner Sicht ist es wichtiger, dass man seinen Fokus gefunden hat und auch zeigen kann, dass man Kunden gewinnen, bedienen und halten kann.“ 

Die Tatsache, dass Everstox das Kapital zum Zeitpunkt der Investorengespräche noch nicht dringend gebraucht hat, habe dem Start-up bei den Verhandlungen in die Hände gespielt: 

„Es ist schön, Investorengespräche mit viel Luft führen zu können. Denn dann hat man immer die Möglichkeit, die Gespräche mit jemand anderem zu wiederholen.“

Trotzdem rät der junge Gründer anderen Jungunternehmern, nicht früher als nötig neues Geld aufzunehmen: 

„In unserem Fall war das Investoreninteresse riesig und einige haben schon früher an unsere Tür geklopft. Es ist sehr wichtig, selbst zu entscheiden, wann es Zeit für die nächste Fundingrunde ist. Dabei sollt man sich die Frage stellen, ob man sich wirklich damit wohlfühlt. Halte ich es wirklich für richtig, dass es morgen 20 oder 30 Leute mehr gibt oder gibt es ein paar Themen, die ich effizienter in einem kleineren Team lösen kann?“

Das Everstox das Interesse von Investoren geweckt hat, ist wenig überraschend.  Immerhin bietet das Unternehmen mit seiner cloudbasierten Logistikplattform eine Lösung für ein weitverbreitetes Problem an:  

Einer der größten Faktoren, der Start-ups bei der schnellen Skalierung im Weg steht, ist der damit verbundene Ausbau der Logistik. Darüber hinaus haben selbst etablierte Unternehmen mit Lieferkettenproblemen zu kämpfen.  Ein Leidensthema, das im Zuge der Coronakrise an zusätzlicher Relevanz gewonnen hat.  Everstox bietet mit ihrem „Logistics as Service“-Konzept seinen Kunden eine cloudbasierte Plattform an, die es ihnen möglich macht, auf ein verlässliches Netzwerk aus Logistikpartnern und Warenhäusern zuzugreifen. All dies wird durch die Everstox-Plattform vereinfacht, die es den Geschäftskunden ermöglicht,  ihre gesamte Logistik in Echtzeit im Blick behalten und verwalten.  Kurz gesagt: Die von Everstox zur Verfügung gestellte Mischung aus Tech und Netzwerk ermöglicht es auch kleinen Unternehmen und schnell wachsenden Start-ups, es mit Logistik-Giganten wie Amazon aufzunehmen. 

Um der schnell wachsenden Kundenzahl sowie den durch die Aufnahme von Kapital bedingten Wachstumszielen gerecht zu werden, muss sich das Everstox-Team nun der Herausforderung stellen, in kurzer Zeit viele neue Mitarbeiter zu finden, anzuheuern und in das bestehende Unternehmen zu integrieren. Das Geheimrezept von Boris Bösch liegt in der Delegation: 

„Während in der frühen Phase ein Großteil des Hiring- und Onboarding-Prozesses über das Gründerteam gelaufen ist, muss bei der Geschwindigkeit, in der wir jetzt wachsen, Verantwortung direkt in die Teams übertragen werden. Natürlich helfen wir im Gründerteam da, wo wir sinnvollerweise helfen können, aber es ist eher ein dazu gezogen werden als ein tief drin sein.“

Darüber hinaus haben die drei Everstox-Gründer ein eigenes Team aufgebaut, dass sich ausschließlich um die Unternehmenskultur kümmert. Besonders wichtig ist es hierbei, nicht nur neue Talente zu finden und diese erfolgreich in die Unternehmenskultur zu integrieren, sondern auch das bestehende Team zu pflegen: 

„Es ist unglaublich wichtig, alle mit auf die Reise zu nehmen und gut und fair mit den Leuten umzugehen“, meint der junge Gründer. Auch wenn Everstox kein standardisiertes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm hat, ist das Unternehmen aus diesem Grund auch offen dafür, Anteile abzugeben. Trotzdem ist die Vergabe von Anteilen nicht ohne ihre Tücken: 

„In einer sehr frühen Stage hast du vielleicht Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die lieber nur ein Mindestgehalt und dafür möglichst viele Anteile wollen. Das ist vom Spirit her super und man würde da inhaltlich gerne mitgehen. Wenn du dann aber viel Equity hast und neue Mitarbeiter mehr verdienen, steigt dann auch die Erwartungshaltung der bestehenden Mitarbeiter.“ 

Abgesehen davon achtet Boris Bösch trotz aller Delegation und Hierarchie darauf, mit Mitarbeitern aus allen Ebenen in Kontakt zu bleiben: 

„Wir haben regelmäßige Coffechats mit Teammitgliedern aus allen Ebenen und fragen proaktiv nach Feedback. Darüber hinaus haben wir ein Employee-Satisfcation-Score und ein Onboarding- Satisfaction-Score, um auch quantitativ zu messen, wie die Onboardings laufen.“ 

Nicht zuletzt versucht Everstox die Ziele des Unternehmens möglichst klar zu kommunizieren und für jeden Mitarbeiter greifbar zu machen: 

„Es ist wichtig, dass es auf Company-Ebene klare, quantifizierbare Ziele gibt und diese auch auf die Teams runtergebrochen werden. So sieht jedes Team genau, auf welche Companyziele es mit den jeweiligen Teamzielen einzahlt.“ 

Ihr wollt mehr über Hiring und Onboarding in einem schnell wachsenden Start-up herausfinden? Wenn ihr erfahren wollt, wie Boris Bösch im Anwerben neuer Mitarbeiter vorgeht und gleichzeitig sicherstellt, dass auch die bestehenden Mitarbeiter sich nicht übergangen fühlen, dann hört rein in den Podcast…